Wie lange dauert die Ausbildung als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik?

Bei der Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik handelt es sich um eine 3-jährige duale Ausbildung. Das bedeutet, sie findet sowohl in einem Ausbildungsbetrieb, als auch in der Berufsschule statt.

Was macht eine Fachkraft für Wasserversorgungstechnik?

Sauberes Wasser aus der Leitung ist für viele das natürlichste auf der Welt. Doch selbstverständlich ist das nicht. Das Rohwasser aus Brunnen, Flüssen und Seen muss erst einmal aufbereitet werden, damit es überhaupt zu Trinkwasser wird und dementsprechend ins Leitungsnetz eingespeist werden kann. Für diese Aufgaben ist die Fachkraft für Wasserversorgungstechnik zuständig.
Der Beruf „Fachkraft für Wasserversorgungstechnik“ ist längst kein langweiliger Job. Computer, Maschinen, Natur – es ist einfach von jedem Bereich etwas dabei. Abwechslungsreiche Arbeiten stehen also an der Tagesordnung
Als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik bist du z.B. dafür zuständig, dass sauberes Trinkwasser durch die Rohre fließt. Es muss also Wasser gewonnen und durch Filteranlagen aufbereitet werden. Anschließend gehört es natürlich dazu, dafür zu sorgen, dass jeder einzelne Bürger der Stadt mit sauberem Wasser versorgt wird. Aber auch diese Aufgabe ist nicht ohne weiteres erledigt, denn natürlich müssen die Rohre hin und wieder gewartet und repariert werden. Auch die Steuerung des gesamten Rohrleitung Systems liegt in den Händen der Fachkraft für Wasserversorgungstechnik.

Warum sollte man Fachkraft für Wasserversorgungstechnik werden?

Schon anhand des Berufsbildes siehst du, dass es sich um einen abwechslungsreichen Beruf handelt. Wer die Ausbildung absolvieren möchte, sollte natürlich Interesse an einem technischen Beruf haben. Wenn dazu Chemie, Physik, Biologie und Mathe schon in der Schulzeit zu deinen Lieblingsfächern gehörten und du handwerkliches Geschick besitzt und obendrein auch verantwortungsbewusst arbeiten kannst, dann ist die Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik genau der richtige Beruf für dich.

Wo kann ich als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik arbeiten?

Als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik arbeitest du bei kommunalen oder industriellen Wasserwerken, bei Wasseraufbereitungsunternehmen oder auch in Pumpstationen. Kommunale Wasserwerke gehören in der Regel direkt zu einzelnen Städten und sind für die Wasserversorgung der gesamten Bevölkerung zuständig.

Wie hoch ist das Gehalt als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik?

Bei den Stadtwerken ist das Gehalt gemäß TVAöD geregelt.

Wie sind die Arbeitszeiten als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik?

In der Wasserversorgungstechnik kannst du mit geregelten Arbeitszeiten rechnen. Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit eines Bereitschaftsdienstes.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich nach meiner Ausbildung?

• Geprüfte(r) Wassermeister(in)
Als Meister hast du die Möglichkeit Führungsaufgaben in Wasserwerken und Wasserversorgungsbetrieben zu übernehmen und kannst Aufgaben der betrieblichen Aus- und Weiterbildung durchführen. Die Ausbildung dauert zwischen 6 Monaten und zwei Jahren.

• Staatl. Geprüfte(e)r Techniker(in) Fachrichtung: Wasserversorgungstechnik
Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Wasserversorgungstechnik dauert in Vollzeit 2 Jahre und in Teilzeit 4 Jahre. Diese Weiterbildung ermöglicht dir eine höhere Position im Unternehmen mit verantwortungsvolleren Aufgaben.

• Umweltschutzfachwirt(in)
Mit dem Umweltschutzfachwirt erreichst du Experten-Wissen auf dem Gebiet Umweltschutz. Die Ausbildung dauert rund 1 Jahr und lässt dich Führungspositionen übernehmen.

    

Was lernt eine Fachkraft für Wasserversorgungstechnik in der Ausbildung?

• Betriebswirtschaftliche Prozesse, Arbeitsorganisation, Information und Dokumentation, Qualitätssicherung
• Umweltschutztechnik, ökologische Kreisläufe und Hygiene
• Grundlagen der Maschinen- und Verfahrenstechnik sowie der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
• Umgang mit elektrischen Gefahren
• Anwendung naturwissenschaftlicher Grundlagen
• Werk-, Hilfs- und Gefahrstoffe, Werkstoffbearbeitung, Lagerhaltung, Arbeitsgeräte und Einrichtungen
• Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
• Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
• Umweltschutz
• Sicherheit von Personen und Anlagen
• Wasserwirtschaft: Gewinnung/Förderung, Untersuchung, Beschaffenheit, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung von Wasser
• Messen, Steuern und Regeln, elektrische Anlagen und Maschinen
• Trinkwasserschutz und Kundenanlage, Kundenorientierung
• Rechtsvorschriften und technische Regelwerke, Dokumentation

Was lernt eine Fachkraft für Wasserversorgungstechnik in der Berufsschule?

1. Ausbildungsjahr:

Planen eines Umweltkonzeptes: Wie funktioniert ein umwelttechnischer Betrieb? Wie ist der Betrieb aufgebaut? Funktion von Ver- und Entsorgungsanlagen, um die Umwelt bestmöglich zu schützen. Basics über die Ursachen und Folgen von Umweltbelastungen.

Umgehen mit Mikroorganismen: Du lernst, wie du geeignete Lebensbedingungen für Mikroorganismen schaffst und diese gezielt für Stoffumsetzungen in Anlagen einsetzt. Welche Gefahren gehen von Mikroorganismen für deine Gesundheit, aber auch für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung aus.

Umweltchemikalien einsetzen: Wasseraufbereitung, Industriereinigung, Abwasser- und Abfallentsorgung. Eigenschaften und Aufbau der verschiedenen Stoffe.

2. Ausbildungsjahr:

Untersuchen von Wasser- und Abfallinhaltsstoffen: Vorbereitung und Entnahme von Proben entsprechend der geltenden Vorschriften. Proben konservieren und transportieren. Wasser- und Abfallinhaltsstoffe zum Beispiel mithilfe eines pH-Tests qualitativ nachweisen. Untersuchung mit Hilfe eines Computerprogramms.

Maschinen und Einrichtungen bedienen und instand halten: Maschinelle Einrichtungen, Funktionen der Maschinen, Inspektions- und Wartungsarbeiten verschiedener elektrischen Anlagen.

Wasser gewinnen: Konzept zur Gewinnung von Rohwasser, wobei du Wasserschutzgebiete und Trinkwasserschutzzonen berücksichtigen musst. Ökologische Folgen einer Wasserentnahme.

3. Ausbildungsjahr:

Wasserbeschaffenheit überprüfen: Entnommene Proben weiterverarbeiten. Techniken kennenlernen und fachgerecht aufbereiten sowie Probeentnahmeprotokolle erstellen.

Wasser aufbereiten: Ergebnisse der Wasseruntersuchungen nutzen, um Maßnahmen zur Entfernung von schädlichen Inhaltsstoffen durchzuführen.

Für die Geeignete Verfahren auswählen, Wasseraufbereitungsanlagen betreiben und Kontroll-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten durchführen.

Elektrische Geräte anschließen: Elektrische Maschinen, die für die Wasseraufbereitung zuständig sind, vom Netz trennen, Instandhaltungsarbeiten durchführen und die Maschinen unter Beachtung der Sicherheitsregeln anschließen sowie Störungen erkennen und beseitigen.

Wo befindet sich die Berufsschule?

Der Unterricht findet im Blockunterricht in Lauingen statt.

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