Kostenstruktur
Hier finden Sie die aktuellen Wasser- und Abwasserpreise:
https://www.neuburg-donau.de/wirtschaft/zahlen-und-statistik/kostenstruktur
Digitales Infoportal für Wasserversorgungsunternehmen (BDEW-Wasserportal):
https://wasserportal.info/?versorgerId=a9632e71-1771-48e5-be39-b81daf90b470
Digitale Ultraschall-Wasserzähler im Trinkwassernetz
Im Zuge der Modernisierung unserer Wasserversorgung stellen wir auf digitale Wasserzähler um. Diese neue Technologie bietet Ihnen zahlreiche Vorteile, verbessert die Messgenauigkeit (mittels Ultraschallmessverfahren) und erleichtert die Verwaltung Ihres Wasserverbrauchs. Die Umstellung ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und effizienten Wasserversorgung.

Warum erfolgt die Umstellung?
Die Einführung digitaler Wasserzähler bietet eine Reihe von Vorteilen für Sie als Verbraucher und uns als Versorger:
- Genauere Messwerte: Digitale Zähler liefern präzisere Verbrauchsdaten und reduzieren Messfehler.
- Automatische Ablesung (geplant ab 2026): Der Wasserverbrauch wird automatisch erfasst und übermittelt, sodass keine manuellen Ablesungen bzw. Ablesekarten mehr erforderlich sind. Bis dahin erfolgt die Ablesung über die aktuellen Methodiken.
- Frühzeitige Leckerkennung: Durch intelligente Sensorik können Leckagen oder ungewöhnlicher Wasserverbrauch durch den Versorger schneller erkannt werden, was Schäden und Kosten reduziert. Ein Angebot für die Kunden (Aufschaltung SmartHome) selbst ist noch in Bearbeitung.
- Mehr Komfort für Kunden (geplant ab 2026): Keine Terminvereinbarungen für Ablesungen oder Selbstablesungen mehr nötig.
- Effiziente Abrechnung: Durch die automatische Übermittlung der Daten entfallen Schätzungen und verspätete Abrechnungen.
- Umweltfreundlichkeit: Durch optimierte Wassernutzung und Reduzierung von Wasserverlusten wird ein nachhaltigerer Umgang mit Ressourcen gefördert.
- Robustere Bauweise: nahezu verschleißfrei, keine beweglichen Teile aufgrund der Ultraschallmessung, im Gegensatz zu einem mechanisch messenden Wasserzähler.
- Seltenere Zählerwechsel: Die Ultraschallwasserzähler entsprechen den eichrechtlichen Vorschriften und können mindestens 12 Jahre eingebaut bleiben, sofern die Zähler im Zuge des Stichprobenverfahrens keine Auffälligkeiten aufweisen. Digitale Zähler sind langlebiger und zuverlässiger. Bislang wurden die alten Zähler nach der Eichfrist von 6 Jahren ausgetauscht.
So funktioniert Ihr neuer Wasserzähler:
Nach dem Öffnen des Deckels sehen Sie auf der Frontplatte des Zählers das elektronische Display mit einem optischen Taster (siehe Abbildung). Da der optische Taster auf Licht reagiert, springt die Anzeige automatisch an. Mit dieser Taste können Sie zwischen den einzelnen Anzeigenoptionen wechseln. Um die eingebaute Batterie zu schonen, fällt der Zähler bei Bedienpausen von ca. 4 Minuten in den Schlafmodus (Anzeige aus). Durch kurzes Berühren der Taste kann die Anzeige wieder aktiviert werden. Nach dem Wecken erscheint in der Anzeige für ca. 2 Sekunden der aktuelle Zustand. Durch Berühren des optischen Tasters wechseln Sie zwischen unterschiedlichen Optionen.
Über das Anzeigenfester können folgende Zählerinformationen abgerufen werden:
- Gesamtvolumen (Zählerstand)
- Batterielebensdauer
- Firmware-Version
- Aktueller Durchfluss
- Fehlermeldungen

Hier finden Sie einige Dokumente zu Ihrer Information:
→ Fragen und Antworten zum digitalen Ultraschall-Wasserzähler: https://stadtwerke-neuburg.de/wp-content/uploads/FAQs_Funk-Ultraschallwasserzaehler_April-2025.pdf
→ Kundeninformation zum Thema Umstellung auf digitale Ultraschall-Wasserzähler: https://stadtwerke-neuburg.de/wp-content/uploads/Kundeninformation-Funk-Ultraschallwasserzaehler_April20-25.pdf
→ Bedienungsanleitung Ultraschall-Wasserzähler HYDRUS 2.0 von DIEHL Metering GmbH: https://stadtwerke-neuburg.de/wp-content/uploads/Bedienungsanleitung_hydrus_2.0_hwz_de.pdf
→ Kurzanleitung Ultraschall-Wasserzähler HYDRUS 2.0 von DIEHL Metering GmbH: https://stadtwerke-neuburg.de/wp-content/uploads/Kurzanleitung-HYDRUS-2.0-BAVARIA_Okt.22-2seitig.pdf
Hier finden Sie die aktuellen Wasser- und Abwasserpreise: https://www.neuburg-donau.de/wirtschaft/zahlen-und-statistik/kostenstruktur
Wassernetz
Das Wasserleitungsnetz der Stadtwerke Neuburg an der Donau hat eine Länge von ca. 345 km. Es umfasst ca. 215 km Haupt- und Zubringerleitungen, sowie ca. 130 km Hausanschlussleitungen und ist in 6 Druckzonen unterteilt. Über das öffentliche Trinkwassernetz werden rund 6.800 Haushalte/Objekte und knapp 34.000 Einwohner mit ca. 2,4 Mio. m3/a Trinkwasser versorgt.
Das Leitungsnetz teilt sich in zwei Versorgungszonen:
- Versorgungsgebiet der großen Kreisstadt Neuburg an der Donau und der Gemeinde Oberhausen (außer den Ortsteilen Marienheim, Fleischnershausen, Heinrichsheim, Zell, Bruck und Maxweiler) mit dem Brunnen Sehensand und dem Hochbehälter Donauwörther Straße
- Versorgungsgebiet Bittenbrunn (außer dem Ortsteil Bergen) mit dem Brunnen Bittenbrunn und dem Hochbehälter Gietlhausen
Trinkwasserversorgung Neuburg
Die Stadtwerke Neuburg an der Donau besitzen die in den Strukturdaten aufgeführten Brunnen, die sich in den Gewinnungsgebieten (bzw. Wasserschutzgebieten) Sehensand, Bittenbrunn, am Brandl und Beuthmühle befinden. Derzeitig wird in Sehensand und Bittenbrunn Wasser entnommen. Der Brunnen 2 des Wasserwerks „Am Brandl“ wird als Notbrunnen vorgehalten und die Brunnen Beuthmühle I und II besitzen derzeit keine betriebsfähigen Zubringerleitungen und sind daher kurzfristig nicht als Notbrunnen einsetzbar.
Der Hauptteil des Neuburger Trinkwassers kommt aus der Jura-Karstquelle im Sehensander Forst. Über die drei ca. 220 Meter tiefen Brunnen XI, XII und XIII werden ca. 2,4 Mio. m³ Wasser pro Jahr gefördert. Im dazugehörigen Wasserwerk Sehensand wird eine (zweistraßige) Aufbereitung betrieben, in der eine Belüftung und Enteisung- und Entmanganung durchgeführt wird.
Die Wasserversorgung Bittenbrunn ist deutlich kleiner. Hier werden im Jahr ca. 80.000 m³ Wasser gefördert.
In das Versorgungsnetz sind zusätzlich vier Pumpwerke und zwei Hochbehälter eingebunden, die als Wasserspeicherreservoir dienen und somit Trink- und Löschwasser bereithalten bzw. zwischenspeichern. Zum einen der Hochbehälter Donauwörther Straße (2×4000 m³), und zum anderen der Hochbehälter Gietlhausen (2×125 m3).
Zu benachbarten Wasserversorgern bestehen drei Notverbünde. Im Normalbetrieb sind die Versorgungsnetze getrennt. Um Stagnationen in den Verbundleitungen zu verhindern, werden jedoch einige Haushalte durch die benachbarten Wasserversorger oder durch die Stadtwerke Neuburg an der Donau im jeweils anderen Versorgungsgebiet versorgt.
Der aktuelle Wasserpreis liegt bei 2,41 €/m3 (netto). (Stand: 01.07.2024)
Trinkwasserschutzgebiete
Die Wasserversorgung Stadtwerke Neuburg an der Donau bestehen aus vier Gewinnungsgebieten. Von diesen werden momentan zwei (Sehensand und Bittenbrunn) für die öffentliche Wasserversorgung genutzt. Die beiden anderen Gewinnungen (Am Brandl und Beutmühle) liefern zurzeit kein Wasser ins Netz. Allerdings sind die Schutzgebiete nach wie vor gültig.
Das Versorgungsgebiet umfasst das Stadtgebiet der großen Kreisstadt Neuburg an der Donau (außer den Ortsteilen Marienheim, Fleischnershausen, Heinrichsheim, Zell, Bruck, Maxweiler und Bergen) und das Gebiet der Gemeinde Oberhausen.
Der Hauptteil des Neuburger Trinkwassers kommt aus der Karstquelle im Sehensander Forst.. Die Wasserversorgung Bittenbrunn ist deutlich kleiner. Von hier aus werden die Ortsteile Bittenbrunn, Laisacker, Gietlhausen und ein Teil der Mohnheimerstraße versorgt.
Strukturdaten
Rohrleitungsnetze
| Leitungsnetz: | 345,4 km |
| Zubringerleitungen: | 1,4 km |
| Hauptleitungen: | 215 km |
| Hausanschlussleitungen: | 130 km |
| Hochbehälter | Fassungsvermögen |
| Donauwörther Straße | 8000 m³ |
| Gietlhausen | 250 m³ |
Tiefbrunnen
| Brunnenanlagen | |||||
| Brunnen | in Betrieb | Tiefe | Förderleistung | ||
| Sehensand | Tiefbrunnen 11 | ja | 204 m | 99 l/s | 356 m³/h |
| Sehensand | Tiefbrunnen 12 | ja | 220 m | 92 l/s | 331 m³/h |
| Sehensand | Tiefbrunnen 13 | ja | 221 m | 40 l/s | 144 m³/h |
| Bittenbrunn | Brunnen Bittenbrunn | ja | 78 m | 10-13 l/s | 36-47 m³/h |
| Beuthmühle | Beuthmühle 1 | nein | 65 m | 8,33 l/s | 30 m³/h |
| Beuthmühle | Beuthmühle 2 | nein | 65 m | 10 l/s | 36 m³/h |
| Am Brandl | Tiefbrunnen 1 | nein | 78 m | 26,39 l/s | 95 m³/h |
| Am Brandl | Tiefbrunnen 2 (Notbr.) | nein | 176 m | 105 l/s | 378 m³/h |
Pumpwerke
| Pumpwerke | Förderleistung | |
| Druckerhöhung Ried | 2×3,7 l/s | 2×13,3 m³/h |
| Druckerhöhung Oberhausen | 4×8,3 l/s | 4×30 m³/h |
| Druckerhöhung Kreuzberg | 3×15 l/s | |
| Druckerhöhung Gerhard-Hauptmann-Straße |
3×4,2 l/s | 3×13 m³/h |
| WW Sehensand | 3×100 l/s | 3×360 m³/h |
Wasserqualität
Das Neuburger Trinkwasser ist von herausragender Qualität. Alle Mineralien, die ein gutes Trinkwasser enthalten sollte, sind in der richtigen Menge enthalten. Die Wasserqualität wird in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung geregelt. Man bleibt immer auf dem neusten Stand der Technik, was wissenschaftliche Erkenntnisse und Analysemethoden betrifft. Damit ist das Trinkwasser das am besten geschützte und am meisten überwachte Lebensmittel in Deutschland.
Es werden sowohl chemische als auch bakteriologische Parameter in engen Zeiträumen regelmäßig überprüft. Zudem werden die per- und polyfluorierten Alkylsubsanzen (PFAS) jährlich überwacht. Die Wasserproben werden in einem speziell zugelassenen Trinkwasserlabor untersucht. Durch diese lückenlose Überprüfung kann auch eine gleichbleibend hervorragende Qualität sichergestellt werden. Durch visuelle Darstellung der wichtigsten Parameter können mögliche Trends einzelner Werte und deren Entwicklung genauestens analysiert werden.
Wasseranalyse
Die Qualität unseres Wasserreservoirs kann als „hervorragend“ bezeichnet werden. Das Wasser weist keine Pestizide, Hormone oder PFC auf. Das Neuburger Wasser unterschreitet alle Grenzwerte deutlich. Und dazu schmeckt es noch hervorragend!
Beste Qualität ist gewährleistet:
| Gesamthärte dH | ca. 19,2 – 20,0 |
| Leitfähigkeit (25°) µS/cm | ca. 624 – 639 |
| ph-Wert | ca. 7,2 – 7,4 |
| Nitrat mg/l | ca. < 0,5 – 1,1 |
| Sauerstoff mg/l | ca. 2,5 – 6,09 |
| Fäkalcoli und Coliforme | nicht nachweisbar |
| Pflanzenschutzmittel | nicht nachweisbar |
Trinkwasserleitungen aus Blei
Bleirohre als Trinkwasserleitungen nicht mehr erlaubt
Durch die Grenzwertabsenkung für Blei im Trinkwasser vom 1. Dezember 2013 sind Bleirohre als Trinkwasserleitungen nicht mehr erlaubt und müssen ausgetauscht werden.
Das Trinkwasser in älteren Häusern mit Wasserrohren aus Blei kann erhöhte Bleigehalte aufweisen und dadurch Ihre Gesundheit gefährden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Wasser längere Zeit in Bleirohren gestanden hat (z. B. über Nacht). Auch unabhängig von einer möglichen Bleibelastung sollte man nach längerer Standzeit das erste Wasser aus der Leitung nicht für den menschlichen Gebrauch (Ernährung, Waschen) verwenden.
Weitere Informationen für Hauseigentümer und Hausverwaltungen finden Sie unter:
https://www.dvgw.de/themen/wasser/verbraucherinformationen/blei-im-trinkwasser
Gesetze / Verordnungen
- Wasserabgabesatzung 2009
- Entwässerungssatzung 2014
- Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung 2024
- Gebühren und Preisliste Wasserzähler
- Inbetriebsetzungsanzeige Wasser
- Preisblatt – Servicepreis der technischen Netze
- VIU Verzeichnis Wasser
- Landesinstallateursausschuss Bayern – Merkblatt mit Anlagen
- Landesinstallateursausschuss Bayern – Voraussetzung zum Eintrag ins Installateursverzeichnis
Installateure & VIUs
Wasser ist ein Lebensmittel und wird im öffentlichen Bereich, dem Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke Neuburg an der Donau, lückenlos überwacht. Damit in Ihrer eigenen Hausinstallation keine Beeinträchtigungen auftreten, dürfen nur Fachfirmen hausinterne Wasserleitungen bauen und warten. Diese Firmen müssen im Installateurverzeichnis eines Wasserversorgers eingetragen sein.
Hier finden Sie die Firmen, die im Installateuerverzeichnis Wasser der Stadtwerke Neuburg an der Donau eingetragen sind.
Netzanschluss
Netzanschluss
Der Wasserhausanschluss liegt laut Satzung komplett bis zum Wasserzähler im Verantwortungsbereich der Stadtwerke Neuburg an der Donau. Er wird von den Stadtwerken erstellt und gegebenenfalls auch geändert.
Bitte senden Sie uns den vollständig ausgefüllten Netzanschlussantrag für einen Wasseranschluss per Mail, Fax oder Post. Unser Technische Kundenservice meldet sich anschließend mit einem individuellen Angebot bei Ihnen. Die Abrechnung des Anschlusses erfolgt nach der gültigen Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabe der Stadt Neuburg an der Donau.
Bitte beachten Sie neben der gültigen AVBWasserV (https://www.gesetze-im-internet.de/avbwasserv/) der DIN 18012 bezüglich Planung von Hausanschlusseinrichtungen, immer die aktuell gültigen Technischen Richtlinien Hausanschlüsse der Stadtwerke Neuburg an der Donau.
Die aktuell gültige Preisliste für Tätigkeiten der technischen Abteilungen finden sie hier.
Information zu Brauchwassernutzungsanlagen
Information zu Brauchwassernutzungsanlagen
Die Stadtwerke Neuburg/Donau möchten Sie über wichtige rechtliche und technische Anforderungen zum Betrieb von Brauchwassernutzungsanlagen in privaten Haushalten informieren.
Werden neben der Trinkwasserversorgung gemäß TrinkwV zusätzliche Brauchwasseranlagen (z.B. Dachablaufwasser, Grauwasser, Hausbrunnenwasser, etc.) betrieben, sind zum Schutz des Trinkwassers in Hausinstallationen einige Anforderungen und Hinweise aus hygienischer Sicht zu beachten.
Erneuerung der drei Hauptpumpen im Wasserwerk Sehensand
Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Beschluss des Deutschen Bundestages
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Erneuerung der drei Hauptpumpen im Wasserwerk Sehensand
Im Wasserwerk Sehensand wird das Grundwasser aus den Brunnen aufbereitet und in zwei Reinwasserkammern zwischengespeichert. Die drei Hauptpumpen fördern pro Jahr ca. 2,3 Mio. m³ Trinkwasser in das Versorgungsnetz der Stadt Neuburg an der Donau und schließlich in den Hochbehälter. Die bestehenden Pumpen stammen aus dem 1992 und werden nun nach über 30 Jahren Betrieb erneuert.
Mit der Erneuerung der Pumpen wird die Wasserförderung wieder auf den Stand der Technik gebracht. Neben der höheren Energieeffizienz der Elektromotoren (Klasse IE4) und durch den Einsatz von Frequenzumrichtern zur Drehzahlregelung wird auch die Betriebssicherheit durch neue Pumpen erhöht. Die Drehzahlregelung bietet dabei zwei Vorteile. Zum einen kann der kontinuierliche Betrieb der Pumpen anstatt eines Ein-Aus-Betriebs erreicht werden und zum anderen werden hohe Anlaufströme wie bei Starten der alten 75 kW Elektromotoren verhindert.
Durch den Austausch wird eine Energieeinsparung von ca. 15 % erzielt.
Titel des Vorhabens: KSI: Erneuerung der drei Hauptpumpen im Wasserwerk Sehensand der Stadt Neuburg an der Donau
Laufzeit: 01.11.2025 – 31.10.2027
Förderkennzeichen: 67K29226
Gesamtvolumen: ca. 225.000,00 € (davon 30%-ige Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit)
Beteiligte Partner: Schneider-Leibner Ingenieurgesellschaft mbH
Ausführliche Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): https://www.klimaschutz.de und des Projektträgers ZUG: https://www.z-u-g.org
Energieeffizienz bei den Stadtwerken Neuburg an der Donau
Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Aktivitäten, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele leisten. Sie decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab, von der Konzepterstellung bis hin zu investiven Maßnahmen. Von den Programmen und Projekten der Nationalen Klimaschutzinitiative profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen.
Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative erhalten Sie auf der Homepage des Bundesumweltministeriums und des Projektträgers Jülich.
Wasserwerk rüstet sich für Energiewende
Das Bundesumweltministerium fördert mit der Nationalen Klimaschutzinitiative ebenfalls die Entwicklung von Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz und Energieeinsparung in der Trinkwasserversorgung. Auch die Stadtwerke Neuburg an der Donau haben sich erfolgreich um die Aufnahme in das Förderprogramm beworben. Mit Unterstützung des Bundesministeriums rüstet sich die kommunale Trinkwasserversorgung für die Energiewende. So wird das Wasserwerk mit fachkundiger Unterstützung ein Konzept zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Wasserversorgung erstellen. Das Konzept soll als strategische Planungs- und Entscheidungshilfe dienen, um zu zeigen, wie mittels klimafreundlicher Maßnahmen Treibhausgase und Energieverbräuche nachhaltig reduziert werden können. Neben der Bestandsanalyse und der Erstellung einer Energie- und Co2-Bilanz gehört auch die Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zu den Inhalten des Förderprogramms.
Obwohl die Trinkwasserversorgung zu den klimafreundlichsten Branchen zählt, konnten durch die Teilnahme an der Förderinitiative weitere Energieeinsparpotenziale identifiziert werden. Mit folgenden Maßnahmen wird der Energiebedarf der Stadtwerke Neuburg an der Donau mittelfristig um 15 % bis 20 % reduziert werden:
- Verbesserung der Pumpsteuerung und damit Betriebsoptimierung im Sinne des Klimaschutzes
- Umverteilung der geförderten Wassermenge auf die energetisch effizientesten Pumpen
Überblick über das Vorhaben:
- Titel: Klimaschutz-Teilkonzept „Klimafreundliche Trinkwasserversorgung der Stadtwerke Neuburg a. d. Donau“
- Laufzeit: 01.12.2017 – 30.11.2018
- Beteiligte Partner: Schneider-Leibner Ingenieurgesellschaft mbH
- Förderkennzeichen: 03K07127
- Gesamtvolumen: 47.040,00 Euro (davon 50 %-ige Förderung durch das Bundesumweltministerium)
Wasser ist Leben
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für den menschlichen Organismus elementar. Wie gut uns Wasser tut, merken wir im Erwachsenenalter meist erst nach sportlicher Anstrengung oder bei Kreislaufproblemen.
Zwei bis drei Liter täglich sollten es schon sein, denn Wasser garantiert – neben Sauerstoff – die Lebenskraft des Menschen. Wasser ist vielfältig einsetzbar: nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Kühl- und Produktionsmittel liefert das flüssige Element Energie, Erholung und Heilung.
In Europa können wir uns gar nicht mehr vorstellen, dass rund 2,5 Milliarden Menschen auf unserem Planeten keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Vor diesem Hintergrund wird die Tätigkeit der Stadtwerke Neuburg besonders bedeutsam. Denn wir sorgen dafür, dass Wasser in hervorragender Qualität für jeden in der gewünschten Menge und rund um die Uhr zur Verfügung steht.
Das Jahr 2016 war ein ganz besonderes Jahr: Wir haben unser Wasserjubiläum gefeiert. Lesen Sie nachfolgend mehr zur Geschichte.
Die Geschichte – Ottheinrich und das Wasser
Als Ottheinrich die Herrschaft über das ihm und seinem Bruder Philipp im Kölner Spruch zugeteilte Fürstentum Neuburg antrat, muss er schon den Wert von klarem und reinem Trinkwasser gekannt haben. Da ihm der Martinsbrunnen (an der Stelle der heutigen Provinzialbibliothek) nur Donauwasser brachte, hingegen im Keller der späteren Restauration „Zum Kurfürsten“ eine sprudelnde Quelle Trinkwasser bester Qualität zur Verfügung stand, ließ er sich von dort täglich mit Hilfe eines Eselgespanns das benötigte Wasser heranschaffen.
Größere Mengen an Wasser brauchte Ottheinrich aber bald an anderen Stellen. Als er den Hofgarten anlegen ließ, benötigte man zu seiner Bewässerung sehr viel Wasser. Hinzu kam aber wohl der Wunsch, es anderen Fürsten der gleichen Zeit gleichzutun, sich neckische Wasserspiele zu schaffen. Hierzu gehörte aber Druckwasser.
Da sich Druckwasser mit Hilfe der damaligen Technik nicht erzielen ließ, kamen wohl die Berater von Ottheinrich auf die Idee, einen Wasserturm zu bauen und das dort nun gesammelte Wasser als Druckwasser zu verwenden. Leider reichten aber die dürfe Pumpanlage des Bächleins am alten Hofgarten nicht mehr aus. In diesem Dilemma lieh sich Ottheinrich bei seinem in München regierenden verwandten, Herzog Wilhelm IV. von Bayern, den wohl als Fachmann anerkannten Zeugmeister Friedrich Praitner aus. Dieser fand auf einem Gelände bei dem auf der linken Donauseite gelegenen Dorf Laisacker vier Quellen. Diese ließ er in einer Brunnstube zusammenfließen und von hier aus mit Hilfe von Deicheln, Leitung in den Wasserturm verlegen. Die Leitung im Wasserturm musste wegen dem hier entstehenden Druck aus Bleirohren gefertigt werden. Wahrscheinlich war auch die über die Donau entlang der Brücke geführte Leitung aus Bleirohren, da sie in Höhe des Geländers angebracht wurde.
Diese Leitung war sowohl für die Bewohner des Schlosses als auch die der Oberen Stadt eine sensationelle Errungenschaft, denn Ottheinrich ließ es nicht damit bewenden, nun gutes Trinkwasser zu jeder Zeit und in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Ebenso ließ er dieses Wasser auch in Prunkbrunnen laufen, die er im Schloß und auf dem Markt errichten ließ.
Da jede Wasserleitung, durch die nicht mittels Filtern gereinigtes Wasser geleitet wird, im Lauf der Zeit Verkrustungen des Innenquerschnittes und schließlich eine Verminderung der transportieren Wassermenge erleidet, geschah dies auch sehr bald mit der Laisacker-Neuburg-Wasserleitung. Als schließlich im Laufe der Zeit der Druck nicht mehr ausreichte, das Wasser in der hoch oben im Wasserturm aufgehangenen Kupferkessel zu speisen, hängte man diese immer tiefer, bis der Druck des aus ihm zu den Verbrauchern fließenden Wasser nicht mehr ausreichte, das Wasser zu diesen fließen zu lassen. Also hieß es immer wieder in den Jahrzehnten nach dem Bau der Leitung, Deicheln, und Bleileitungen gegen neue auszutauschen. Ihre Unterhaltung verursachte in zunehmenden Maße Geldaufwand. Zum Ende des 16. Jahrhunderts war die sogenannte Hofwasserleitung so gut wie unbrauchbar geworden. Eine erneute Lösung des Problems der Wasserversorgung musste gefunden werden. So sehen wir von diesem Zeitpunkt an verschiedene Fachleute in Neuburg am Werk, in oder an der Donau oder der Donauinsel Schöpf- bzw. Pumpwerke aufzubauen, die mit Hilfe der strömenden Donau Wasser in den Wasserturm schaffen sollten. Des Kummers und des Geldausgebens gab es kein Ende bis die Dampfkraft in Europa und auch in Neuburg ihren Siegeszug antrat.
125 Jahre Wasserversorgung in Neuburg an der Donau
Neuburg an der Donau scheint mit Wasser gesegnet zu sein. Neben der schönen Donau besitzt die Stadt eine Trinkwasserquelle, die in den Tiefen des Karstgesteins entspringt und klares Wasser für alle Bewohner liefert. Doch bis die Wasserversorgung so gesichert war wie heute, mussten die Neuburger einige Höhen und Tiefen überwinden. Unter anderem verlegten sie kilometerlange Leitungen, gruben tiefe Brunnenlöcher und bauten stattliche Wassertürme. So erzählt die Geschichte der Neuburger Wasserversorgung von vielen technischen Herausforderungen und von einem unvergleichlichen Fortschritt. Die vergangenen 125 Jahre sind jedoch auch von außergewöhnlichen Menschen geprägt, wie etwa von den vielen tatkräftigen Brunnenmeistern. Hier tauchen Sie ein in diese spannende Vergangenheit und in eine Zeit, in der sauberes, stets verfügbares Wasser noch alles andere als selbstverständlich war.
Chronik der Wasserversorgung in Neuburg
Impressum Herausgeber: Stadtwerke Neuburg an der Donau, Heinrichsheimstraße 2, 86633 Neuburg an der Donau
Konzeption und Recherche: Florian Kern M.A., Hanna Reiss M.A., D.I.E. Firmenhistoriker GmbH
Texte: Natalie Frank
Lektorat: Isolde Bacher M.A., text_dienst
Redaktion und Koordination: Roman Krüger M.A. , Hanna Reiss M.A., D.I.E. Firmenhistoriker GmbH
Bildnachweis: Archiv Hausmann, Archiv Richard Linzi, Archiv Winfried Dier, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Staatsgalerie Neuburg (Inv. Nr. 2449), Historischer Verein Neuburg a. d. Donau, Kunstkreis Neuburg a. d. Donau, Sammlung D.I.E. Firmenhistoriker GmbH, Stadtarchiv Neuburg a. d. Donau, Stadtmuseum Neuburg a. d. Donau






